Interview mit Dr. David Frawley Dr. David Frawley (Vamadeva) ist einer der renommiertesten und bekanntesten westlichen Gelehrten der vedischen Wissenschaften, vor allem des Yoga und Ayurveda. Er ist Autor von zahlreichen Büchern und auf der ganzen Welt unterwegs, um das Licht des Wissens in den Herzen der Menschen zu entzünden. Seine engagierten Arbeiten sind sehr breit gefächert. Sie reichen von vedischer Astrologie und Yoga über Tantra, Vedanta und das beinahe unerschöpfliche Gebiet der Veden. David Frawley ist der Direktor des Instituts für Vedische Studien in Santa Fe, New Mexico.
(Interview: Stefan Datt)
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Sehr geehrter Mr. Frawley, zuerst möchte ich mich nach Ihrer Gesundheit erkundigen. Ich hoffe, es geht Ihnen gut.
Dr. D. Frawley: Ja, ich kann sagen, ich erfreue mich relativ guter Gesundheit. Natürlich reise ich viel und tue die unterschiedlichsten Dinge. Deshalb sollte ich gesund bleiben, um alle Vorhaben durchführen zu können.
Sie beobachten Die "Yoga-Welt" schon lange. Bitte sagen Sie mir: was führt einen Menschen zu Yoga, oder durch was könnte man inspiriert werden, mit Yoga zu beginnen?
Dr. D. Frawley: Nun, da gibt es viele Dinge. Ich meine, Yoga hat viele Aspekte, und es gibt viele Wege, Zugang zu Yoga zu finden. Ich denke, dass die meisten westlichen Menschen davon angezogen werden, dass Yoga ein System totalen Wohlbefindens darstellt. Dass es viele Wege beinhaltet, nicht nur den Körper zu harmonisieren, sondern auch den Atem, den Geist, das Bewusstsein, und es ist eine Form sehr entspannender Übungen, die viel eher Spannungen abbauen, als sie zu schaffen. Es ist eine sanfte, freundliche Art, die den Menschen erlaubt, gut mit sich selbst und anderen umzugehen...weiterlesen..http://www.yoga-berlin.de
Yoga und Ayurveda - zwei Systeme, die sich gegenseitig ergänzen - sind in der heutigen Zeit weit verbreitet. 6 - 8 Millionen Menschen beschäftigen sich aktiv mit Yoga und Ayurveda. Beide Wege wurzeln in den alten indischen Weisheitstexten, den Veden.
Ayurveda ist eines der erstaunlichsten und umfassendsten Heilsysteme der Menschheit. Das tiefe Verständnis der individuellen Konstitution zeigt ebenso viele Wege zur Verbesserung der Gesundheit, wie es Menschen gibt. Zusätzlich zu dieser individuellen physischen Konstitution, die bereits vor der Geburt festgelegt ist, beschreibt Yoga auch geistige Konstitutionstypen, die in der Bhagavad Gita im 17. Kapitel dargestellt werden. Diese geistige Konstitution ist im Gegensatz zu der körperlichen sehr wechselhaft und somit wandelbar. Hier setzt Yoga an und hilft mit den verschiedenen Übungen, eine Verbesserung der geistigen Konstitution zu erlangen.
Man unterscheidet den inneren und den äußeren Yoga. Der innere Yoga zeigt den Weg zu spiritueller Erkenntnis, der äußere Yoga führt zu körperlichem und geistigem Wohlbefinden. Die yogischen Körperübungen, die Asanas, haben im äußeren Yoga einen wichtigen Platz. Asanas gehören zu den wirksamsten Körperübungen, die die Menschheit entwickelt hat. Wichtig ist, der Fokus einer Yogastellung sollte immer das Prana sein, die innere Energie, die in den chinesischen Traditionen Qi oder Chi genannt wird. Letztendlich sollte der Fluss des Prana eine Yoga-Asana formen. Diesem Fluss gilt es nachzuspüren und so die Wirksamkeit der Übung zu erhöhen. Im Idealfall bringt der Yogalehrer seinen Schüler dazu, die jeweilige Yogaübung von innen heraus zu begreifen und das Prana als Lenker der Asana zu erkennen. weierlesen http://www.yoga-berlin.de
Die Philosophie des Hatha Yoga Die Yoga Praxis beginnt häufig an dem Punkt, an dem der Mensch die Notwendigkeit verspürt, sein Leben neu zu strukturieren, es umzukrempeln und an dem er manche alten Gewohnheiten und Verhaltensmuster über Bord werfen oder wenigstens verändern möchte. Er möchte dem Leben mehr Qualität geben, Belastendes, von dem er eigentlich weiß, dass es ihm nicht gut tut, abschütteln und wieder mehr Schönheit und Sinn in sich selbst finden. In dem er diesen Gedanken fasst, hat er bereits den Pfad des Yoga betreten. Diese ersten positiven Impulse im Geist helfen, dem weiteren Weg, an dessen Anfang sich der Mensch nun spürt, ein Erfolg versprechendes Fundament zu geben. In den Übungen des Hatha Yoga (unter Hatha Yoga verstehen wir hauptsächlich die Körper - und Atemübungen des Yoga) erfährt der "Yoga-Einsteiger" seine Grenzen in Bezug auf Flexibilität, Atemkontrolle und der Fähigkeit, die rasenden Gedanken zu beruhigen. Dennoch tut die Beschäftigung mit sich selbst gut, und mit etwas Übung entwickelt sich ein erweitertes Körperbewusstsein und eine tiefe Ruhe des Gedankenflusses. weiterlesen http://www.yoga-berlin.de