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Lebensmitte - was hilft in diesen Wechselzeiten - alltagstauglich +yogisch?

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#1 | Lebensmitte - was hilft in diesen Wechselzeiten - alltagstauglich +yogisch? datum27.08.2011 19:49
Lilith
Mitglied
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Beiträge:26
Registriert seit:26.01.2011
Wohnort:73432 Aalen-Ebnat

LEBENS MITTE In der Mitte des Lebens? WANN und WO ist Mitte? Erkenne ich sie, spüre ich sie oder renne ich einfach dran vorbei?

google – 338.000 Ergebnisse in weniger als einer Minute.
Amazon – ratzfatz über 2.000 Buchtitel mit diesem Wort.

LEBENSMITTE ist aktuell – aktueller denn je.

WORTSPIELE aus einigen Buchtiteln:
Zeit der Wunder – Aufgabe – Leben regieren – Königin sein – unterwegs – Abenteuer – Aufblühen – Entdecken – Neuanfang – Aufbruch – Neuorientierung – Kurswechsel – was wirklich zählt – neue Chance – Krise – willkommen – Brise – frische Gedanken – Bilanz –Perspektiven – Wirbel – Sabbatical – schöpferisch – Weichen richtig stellen – Übergang – Weisheit – Tanz – Reifeprüfung – Midlife crisis – Selbstmanagement…

Allein aus den Buchtiteln wird ersichtlich: Die Lebensmitte ist eine Zeit der Veränderung, des Umbruchs. Wie und wohin auch immer. Erinnert in seiner Bewegtheit an die Pubertätsjahre. Stacheljahre, Wandeljahre, Veränderungsjahre, SICHFINDENJAHRE. Anders als in der Pubertät beginnt hier eine Zeit der Suche nach Innen. Einfach auch mal selber mit diesen Worten spielen – wo berühren sie mich, was klingt da in mir.

Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung verändert sich bereits die Sprache: Zweite Lebenshälfte, Generation Erfahrung, 50 plus, Drittes Alter oder auch Aktive Mitte. Früher zwischen 35-40 Jahren angesetzt wandert die objektive und gefühlte Mitte auf der Altersachse in Richtung 50 plus. Aufgrund der Wirtschaftskrise und der längeren Lebensarbeitszeit sind wir gezwungen, uns aktiv mit diesem Thema auseinander zusetzen. Unsere damaligen Entscheidungen haben nun mal nicht „ewige Gültigkeit“. „Es ist eine Häutung im Gange“ nennt es Hermann Hesse.

Joachim Fuchsberger betitelt sein Buch mit " Altwerden ist nichts für Feiglinge" - spannend- bereits der Titel lockt mich dies Buch auch zu lesen. Hab ich jedoch noch nicht. Wohin führt mich dieser Weg - wo komme ich an - was entdecke ich, finde ich, WEN entdecke ich? Sicherlich war und ist der Weg zum Selbst noch nie etwas für Feiglinge - Yoga unterstützt und begleitet diesen spannenden Weg. Gedanken.

Altwerden. Hm, ab wann ist Mensch ALT? Graue Haare, Falten, vielleicht etwas runder, weicher in der Kontur? Äußere Zeichen.
Für mich sind die INNEREN Zeichen wesentlich bedeutender: Starrheit und Enge im Denken und Fühlen, Trägheit - nicht im Sinne von bedächtig sondern von schwerfällig, eingegrenzt und hart.

Schaun wir mal. Der Yoga nimmt die Wirbelsäule in den Fokus all seiner Körperhaltungen. Es gilt diese aufgerichtet und beweglich zu erhalten oder auch wieder dorthin zu führen. Statt Schrumpfwirbel Aufrichtung und Wachstum. Ich selber "wuchs" seit meinen Yogaanfängen DREI Zentimeter! Physiologisch gesehen ist die Wirbelsäule der Dreh- und Angelpunkt, Sammel- und Verteilerstelle aller ein- und ausgehenden Impulse zum Gehirn. Eine entspanntkraftvolle Muskulatur, gesunde Wirbel und Bandscheiben erlauben mir leicht und stabil durchs Leben zu gehen. Erkennbar an einem beschwingten, leicht federnden Gang - sichtbare Energie und Lebensfreude auf Schritt und Tritt.

Von der humorigen Seite gesehen erhalten 50jährige zu ihrer halbjahrhundertFeier den "Alter Sack Orden" oder werden im "Club der alten Schachteln" aufgenommen. Er/sie erkennt seine Endlichkeit und die Veränderungen. Die Menschen beschäftigen sich mit dem Älterwerden, bzw. dem Jungbleiben. Hier meine ich nicht das zwanghafte Festhalten des ewig 35. Geburtstags, teenstylische Kleidung oder gar einschneidende Veränderungen an Körper und Gesicht. Mir geht es um die Beweglichkeit in Körper, Geist und Seele.

Dazu passt der Ausspruch Jesu sehr gut "Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder...". Wie sind Kinder denn, was verbindest du mit Kindern? Sammle für dich, was in deinen Augen KINDSEIN auszeichnet. Für mich ist dies:

Tiefstes Vertrauen - Urvertrauen
Bedingungslose Liebe
Erquickliche Neugier
Lachen - vor wenigen Tagen erst las ich den Vergleich, wie häufig Kinder am Tag lachen und wie wenig! ein Erwachsener
erforschend die Welt und sich entdecken
ausprobieren, testen, kennen lernen
Freude an der Bewegung - Kinder sind Bewegung
ganz im JETZT - im Moment - im Betrachten des kleinen Käfers am Weg, ganz im Spiel, ganz im Sein

„Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben:
die Sterne der Nacht,
die Blumen des Tages
und die Augen der Kinder."
Alighieri Dante

VERÄNDERUNG und NEUORIENTIERUNG - das Eine nicht mehr – das Andere noch nicht. Übergang.

Nach den aufbauenden Jahren und dem Erreichen der wichtigsten Lebensziele – eine Partnerschaft, Großziehen von Kindern, Hausbau, berufliche Ziele – kommt der Zeitpunkt des Innehaltens – Betrachtens – Hinterfragens. Die Weichen hierfür wurden vor vielen Jahren gestellt, eine Basis gefunden. Es stehen Zeiten der Veränderung auf allen Ebenen an: oftmals kriselt die Partnerschaft, die eigenen Eltern werden pflegebedürftig oder sterben, erste ernsthafte Krankheiten im Freundeskreis, Kinder verlassen das Zuhause, Enkelkinder kommen, beruflich erleben wir – hier geht nicht mehr viel. Bestenfalls läuft’s einfach. Mitunter entsteht daraus eben auch das Gefühl von Stagnation. War’s das? Zweifel kommen auf, Vieles wird in Frage gestellt.

==> ausführlicher im Artikel link s.u.

Einen Ansatz aus der Anthroposophie möchte ich noch einfügen – Biografie Arbeit in 7Jahres Schritten.

Siehe blog - http://sichtbaryoga.de/blog/leben-im-7er-rhythmus/


Hilfreiche Schritte – verbessern das seelische Wohlbefinden und die Zufriedenheit
Den Umbruch, den Wandel, die Krise als CHANCE erkennen und nutzen!

Die Freude steckt nicht in den Dingen,
sondern im Innersten unserer Seele.
Therese von Lisieux

Schritte in Stichworten:
Bilanzziehen - Hinhören, achtsam sein - Sammeln- Bewegung ins Leben bringen - Hilfe finden -raus aus Alltagstrott - JA sagen – Ordnung schaffen - neugierig sein – bewusster Umgang mit den Gedanken -Lebensgesetze, Rhythmen erkennen und achten -Just do it – Träume, Werte finden -Ziele klar formulieren -Schritte, planen und umsetzen


Wenn eine Schlange sich häutet ist das harte Arbeit. Sie quält sich und schiebt sich durch enge Spalten um die alte Haut abzulegen. Hernach glänzt ihre Haut und sie bewegt sich geschmeidig durch die Welt.
Wenn eine Spinne ihren alten Chinin Panzer verlässt ist sie erst mal weich und sehr verletzlich. Sie verbirgt sich und schützt sich um dann neue kreative Netze zu spinnen.


Impulse aus dem Yoga WEG

Zunächst im Erkennen wo ich selber als YogaLehrer auf diesem Weg stehe. Auch im Hinterfragen, wahrnehmen: wer kommt in meine Kurse und warum? Ist es das „Mittelalter“? Was braucht diese Klientel? Was kann ich im Kurs anbieten um inmitten der Veränderung für die passende Beweglichkeit und Stabilität zu sorgen? Gibt es spezielle Asanas, Pranayama die eben diese Prozesse unterstützen? Welche Haltungen spiegeln diesen Umbruch wieder, welche begleiten darin?

Die Kraft unseres Geistes, unserer Vorstellungen und Einstellungen, unserer Meinungen und Bilder, NUTZEN.
Erst mit der inneren Erlaubnis der angenehmen Veränderungen, der Herausforderung auf dem Weg der Ent-Wicklung kann ich mich entwickeln, auseinanderfalten. Da ist noch viel viel mehr da. Hier ist das innere JA zum Prozess, zur Veränderung, zum GUT SEIN, Wohlgefühl, Lebensfreude gefragt.

Im Grunde auch hier wie in jedem Yoga Unterricht, jedem Einzel Coaching:
Anschauen was IST – was bringen Menschen mit, wo stehen sie
Wohin des Wegs – was soll sich ändern, bewegen – Klarheit schaffen
Reinigen – was soll weg, Ordnung schaffen
Und los – just do it – passende Impulse setzen, nutzen was da ist, in Bewegung kommen
Energie tanken – kraftvoll in der eigenen Mitte sein

Das Yoga Schatzkästchen erweist sich wieder als reiche Schatz KISTE – üppig und vielfältig.
Über den Link kommst du zu einer unsortiert bunten Impuls Sammlung, sicherlich fällt dir noch reichlich dazu ein.

Mehr dazu und kompletter Artikel von mir in der VerbandsZeitschrift des BDY "Deutsches Yoga Forum"

Der gesamte Ursprungs-Artikel für die BDY Ausgabe 08/2011.
hier => http://sichtbaryoga.de/blog/lebensmitte-...l-im-bdy-forum/

Hier findest du zahlreiche Tipps für den Alltag, wenn das Leben aus den Fugen gerät - Tipps aus dem therapeuthischen Bereich ebenso wie Ideen auf dem Raja Yogaweg - den 8 Stufen des Patanjalis.

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