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Die drei Gunas - ein erster Einstieg in die Yogaphilosophie

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#1 | Die drei Gunas - ein erster Einstieg in die Yogaphilosophie datum28.03.2010 06:01
Sabine
Moderator
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Beiträge:85
Registriert seit:02.04.2008
Wohnort:Pfaffenhofen/ Ilm

In den Upanishaden - dem Basistext überhaupt im Yoga - werden die drei Gunas dargestellt, von denen eine im Yoga angestrebt wird - Sattva.
Was sind die drei Gunas überhaupt? Nun, alle Objekte dieser Welt setzen sich - in unterschiedlicher Verteilung - aus diesen drei Attributen zusammen. Die Gunas sind mit die ursächlichen Faktoren überhaupt für die Schöpfung.
Rajas: ist die Eigenschaft der Unruhe, der Aktivität, Bewegung. Beweglichkeit und Angeregtheit stehen im Vordergrund. Rajas kann durch seine nach außen gerichtete Aktivität auch zu Schmerz und Leiden führen. Es ist die Grundlage für Energie. Leider auch einer Form von ich nenne es mal "Überenergie", die uns zu viel oder zu schnell handeln lässt. Auch unüberlegtes Handeln.
Tamas: ist eigentlich das Gegenteil von Rajas, die Schwerfälligkeit, Trägheit. Eine eher nach unten gerichtete Bewegung, die letztendlich auch zum Tod führt. Tamas ist eher behindernd. Wenn das weiterhilft: du behinderst dich selbst in deinen Aktivitäten, weil du dich nicht aufraffen kannst, endlich das zu machen, was du tun wolltest, oder müsstest.
Sattva: ist nun das, was wir durch Yoga anstreben sollen - es gibt z. B. neben den Übungen auch noch sattvische Ernährung, die du einhalten kannst, damit dir alles leichter fällt - . Es ist die Eigenschaft der Stabilität, der Harmonie. Es ist leicht und hat eine Bewegung, die eher nach innen oder aufwärts geht. Es bewirkt die Entwicklung der Seele. Ist die Grundlage unseres Verstandes.
Denke jetzt nicht, dass nur Sattva optimal wäre. Hätten wir nicht immer und überall auch Rajas und Tamas, würde es kein Leben, keine Entwicklung geben. Aber eben alles zu seiner Zeit und möglichst im Gleichgewicht. Hat Tamas oder Rajas aber Überhand genommen, geht es dir nicht gut. Du bist entweder überreizt (Rajas) oder depressiv (Tamas), wenn ich das einfach mal so reduziert sagen darf. Es gibt eben immer wieder zwei Seiten in uns, die eigentlich mittig ausgependelt sein sollten.
Wenn dann Sattva da ist, dann siehst du auch alles viel klarer. Du erkennst, was gerade falsch läuft in deinem Leben, oder was du eben immer wieder falsch machst. Das können Verhaltensmuster sein, die du immer wieder bei dir entdeckst, es kann aber auch immer wieder der gleich Typ Mensch sein, der dich enttäuscht, weil du nicht erkennst, was zwischen dir und ihm passiert.
Sattva, oder Klarheit, helfen dir, indem du dich in Stille hinsetzt und wenn die Stille sich in dir ausgebreitet hat, das Problem nochmal anschaust. Dann wird oft so vieles klar, was in unserer lauten Welt gar nie klar werden kann. Oder, wenn du merkst, dass es gar nicht geht mit dem Sitzen, weil da so viel Rajas ist und die Bewegungen in deinem Kopf nie zur Ruhe kommen wollen, dann gewöhne dir an, aus einer angespannten Situation herauszugehen bevor es eskaliert, oder auch mal öfter eine Nacht über eine Entscheidung zu schlafen, bevor es dir hernach leid tut.
Grundsätzlich wird dir Yoga auf die Dauer weiterhelfen, Muster zu erkennen und zu reduzieren. Du wirst zwar kein emotionsloser Mensch - und solltest es auch nicht werden - aber du kannst lernen, deine Emotionen eher zu betrachten. Ihnen nicht mehr ausgeliefert sein, sondern aktiv werden und das Leben positiver angehen. Die Schönheiten des Lebens erkennen und genießen.

Ich wünsche dir eine wunderschöne Osterzeit, bis bald

Sabine aus Pfaffenhofen
http://www.yoga-stressmanagement-ketzler.de

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